Christus oder Kirche

Hört, ihr Bischöfe! Das Spiel ist aus! Hört auf, euch "christlich" zu nennen!

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Keine Subventionen für Prozessionen

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Keine Subventionen für Prozessionen

13 französischen Steuerzahlern wurde es schließlich zu bunt: Sie klagten gegen staatliche Zuschüsse für die katholischen Reliquienprozessionen in der Region Limousin. Und sie bekamen recht! Das Gericht entschied, dass die staatliche Subventionierung katholischer Reliquienprozessionen gegen die Trennung von Staat und Kirche verstoße. Der Einwand, es handle sich nur um die Bewahrung eines kulturellen Erbes, wurde vom Gericht nicht akzeptiert. Die Zurschaustellung der Reliquien katholischer Heiliger sei eine religiöse Angelegenheit der Kirche.

Was den Franzosen recht ist, könnte auch den Deutschen billig sein. Schließlich bestimmt auch deren Verfassung wörtlich: „Es besteht keine Staatskirche.“ Dennoch gibt sich der Staat dafür her, die Steuern der Amtskirchen einzutreiben und aus seinem eigenen Steuertopf der Kirchenbürokratie jährlich Zuwendungen in Milliardenhöhe zu machen.

Immer mehr Steuerzahlern stößt dies übel auf. Vor allem in Zeiten, in denen der Staat so katastrophal überschuldet ist wie heute. Die Politiker streiten, wo sie das Geld zur Sanierung des Staatshaushaltes und zur Ankurbelung der Wirtschaft hernehmen sollen. Doch keiner wagt es, die voluminöse Subventionierung der Kirchen anzutasten. Rund 8 Milliarden erhalten sie jährlich an direkten Staatszuwendungen und weitere Milliarden durch staatliche Einnahmeverzichte.

Bei diesen Beträgen geht es nicht um die Förderung von Sozialeinrichtungen, sondern um theologische Fakultäten, Religionsunterricht, Militärseelsorge, die Gehälter von Bischöfen und Prälaten, um Kirchentage und Bauzuschüsse. Auch so mancher Reliquienschrein, um zum französischen Ärgernis zurückzukehren, wird vom deutschen Steuerzahler restauriert. Der Normalbürger kann mit der katholischen Reliquienverehrung kaum etwas anfangen. Solch magischer Umgang mit den Knochen längst Verstorbener ist auch nicht christlich, sondern wurde aus heidnischen Vorzeiten von den alten Ägyptern übernommen. Die konnten sich solche Staatsheiligtümer noch leisten. Wir sollten besser unseren Staatshaushalt sanieren.

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Für wie dumm die Kirche den Steuerzahler hält.

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Wieder einmal wird der Steuerzahler von der Kirche für dumm verkauft

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, lieber Leser, dass man uns Steuerzahler auf immer dreistere Art versucht, hinters Licht zu führen, wenn wieder einmal unser sauer verdientes Geld in den Taschen derer versickert, die selbst keinen Finger dafür gerührt haben?

Über ein besonderes Beispiel berichtete am 17.10.2009 die Süddeutsche Zeitung, die einen Bericht der katholischen Nachrichtenagentur KNA abdruckte. Die Überschrift des Berichtes lautete: „Flurbereinigung zwischen Staat und Kirche, Bayern muß Bischöfen und Mitgliedern der Domkapitel künftig keine Wohnungen und Amtssitze mehr bezahlen.“

Aha, sagt da der gutgläubige Bürger, der an die 14 Milliarden denkt, die die Amtskirchen alljährlich von unseren sauer verdienten Steuern vereinnahmen. Endlich bewegt sich etwas in dieser 200 Jahre alten Ausbeutung des Steuerzahlers! Wer weiter liest, glaubt sich zunächst bestätigt, denn es ist davon die Rede, dass die in einem Konkordat von 1817 festgeschriebene Pflicht des Staates abgeschafft wird, Mitgliedern der Domkapitel Wohnungen und den Bistümern Dienstgebäude zur Verfügung zu stellen. Wer jetzt aufhört zu lesen, ist voll in die Falle getappt. Und das war ja wohl auch so beabsichtigt. Denn erst jetzt kommt die Wahrheit, wie nämlich die katholische Kirche den Steuerzahler noch mehr abzockt: Die Verpflichtung zu Bereitstellung von Wohn- und Dienstgebäuden wird einfach dadurch erfüllt, daß man diese Gebäude der katholischen Kirche schenkt.

Aber das Beste kommt noch: Der Bayerische Staat zahlt den Bischöfen (wofür eigentlich?) schon bisher jedes Jahr 8,4 Millionen Euro. Jetzt erhalten sie zusätzlich eine weitere halbe Million, weil der Staat den Unterhalt für die verschenkten Gebäude einspart. Man hätte noch verstehen können, wenn die Kirche diese Ausbeutung des Staates unter den Teppich gekehrt hätte, wie sie es mit allem tut, was ihre Machenschaften und die Ausbeutung des Staates betrifft. Wirklich ärgerlich ist, für wie dumm die Kirche den Steuerzahler hält, dass sie ihm solche Meldungen vorsetzt, und merkwürdig auch, dass eine Zeitung vom Format der SZ so etwas unkommentiert abdruckt.

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Ein Staatsbischof im Bayerischen Landtag

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Ein Staatsbischof im Bayerischen Landtag


Pressemitteilung

Freie Christen für den Christus der Bergpredigt in allen Kulturen weltweit
Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld
16.10.09

Ein Staatsbischof im Bayerischen Landtag

Reinhard Marx ist Erzbischof der römisch-katholischen Kirche, doch bezahlt wird er vom Staat – in Höhe von 11.000 Euro pro Monat. Vielleicht war das der Grund, warum er von der bayerischen Parlamentspräsidentin Barbara Stamm (CSU) eingeladen wurde, die neue Reihe „Landtag im Gespräch“ als erster Gastredner zu eröffnen. Wenn sich der Staat schon eigene Bischöfe hält (in Bayern insgesamt 7), dann gestattet er ihnen auch, dass sie ihm sagen, wo’s langgeht – z.B. im Verhältnis von Staat und Kirche, zu dem sich Marx vor den bayerischen Abgeordneten äußern durfte.

Er begrüßte vollmundig die weltanschauliche Neutralität des Staates; auch die Kirche trete für „die Religionsfreiheit anderer Religionen ein“, indem sie z.B. den „Bau von würdigen Moscheen“ bejahe. Was er verschwieg, war der Glaubenskampf, den die Kirchen mit Hilfe ganzer Heerscharen von Sektenbeauftragten gegen neue religiöse Bewegungen im eigenen Land führen. Und dies unter tatkräftiger Mithilfe des Staates, der die kirchlichen Kampfparolen willfährig übernimmt und in „Sektenberichten“ weiterverbreitet. Wie sehr die Kirche für die Religionsfreiheit eintritt, kann man in dem Buch „Des Satans alte Kleider“, 2009, Verlag DAS WORT nachlesen.

Noch kühner war die These des Bischofs, dass die „verschiedenen Religionsgemeinschaften an ihrem konstruktiven Beitrag zu Staat und Gesellschaft zu messen“ seien. Ob seine Kirche dem gerecht wird? Beiträge fließen hierbei vor allem in umgekehrter Richtung, in Höhe von jährlich 15 Milliarden Euro staatlicher Subventionen zugunsten der Kirchen. Obwohl die Schuldenlast des Staates erdrückend ist, denkt niemand daran, die vom Steuerzahler finanzierte Mastkur der Kirchen zu beenden. Deren Sozialeinrichtungen sind keineswegs die vielgerühmte Gegenleistung: Sie werden 95 % ebenfalls vom Steuerzahler bzw. der Kundschaft kirchlicher Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser finanziert. Und was den kirchlichen Beitrag zur „Gesellschaft“ anbelangt, steht gegenwärtig vor allem die verbrecherische Behandlung von Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Einrichtungen zur Diskussion. Foltermethoden wurden zum System kirchlicher Erziehung, und sexueller Missbrauch war an der Tagesordnung. Letztere ist es bis heute. Eltern müssen Angst haben, wenn sie ihre Kinder als Ministranten oder Schüler Priestern anvertrauen.

Der Bischof beklagt sich über das „intellektuelle Niveau der zunehmenden Kritik am Staatskirchenrecht“. Misstöne mögen Exzellenzen nicht. Das Schicksal der Opfer kirchlicher Misshandlungen, die Ausbeutung des Staates durch den Klerus, die Nazi-Vergangenheit der Kirchen – all das sind unbequeme Wahrheiten, die die Kirchen in den Augen Vieler höchst unchristlich erscheinen lassen. Deshalb haben die Freien Christen gegen den kirchlichen Missbrauch der Bezeichnung „christlich“ vor kurzem Klage erhoben. Es wird Zeit, dass diese Wahrheiten ins öffentliche Bewusstsein treten. Dann erledigt sich die Einrichtung von Staatsbischöfen von selbst.

Nähere Informationen: www.christus-oder-kirche.de,
Telefon 09391-50 42 13

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