Christus oder Kirche

Hört, ihr Bischöfe! Das Spiel ist aus! Hört auf, euch "christlich" zu nennen!

Posts Tagged ‘Hexenverbrennungen

Marx oder Christus

with 4 comments

Marx oder Christus


Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat in einem SPIEGEL-Interview die CDU zur Ordnung gerufen: „Das C verpflichtet auf Jesus Christus hin, es ist nicht nur ein Adjektiv, wie ‚liberal’ oder ‚sozial’, dessen Bedeutung beliebig interpretiert werden kann“, sagte der Bischof. Da hat er wohl recht, denn Christentum gibt es nur, weil Jesus Christus vor 2000 Jahren über diese Erde ging. Und was christlich ist, resultiert aus dem, was der Nazarener gelehrt hat.

Doch wie sieht es da mit dem Bischof und seiner Kirche aus?
Hat Jesus von Nazareth gelehrt, dass seine Nachfolger ein globales Wirtschaftsimperium aufbauen sollen, das Gold, Geld und Aktien hortet?
Hat Jesus, ein Mann aus dem Volk, Bischöfe und Päpste installiert, die sich wie weltliche Fürsten benehmen und sich Rabbi und Heiliger Vater nennen lassen, obwohl Jesus lehrte: „Ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder… Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.“ (Matthäus 23,8)
Hat Jesus, der Christus Gottes, gelehrt, die Gebeine Verstorbener als Reliquien zu verehren?
Hat Er gelehrt, dass Gott seine Kinder in die ewige Hölle schickt, wenn sie nicht an bestimmte Dogmen glauben?
Hat der Pazifist Jesus Kriege gerechtfertigt, wie es von der römisch-katholischen Kirche geschieht? Ganz zu schweigen von den Kriegen und Kreuzzügen, die sie selbst geführt hat, und von den Ketzer- und Hexenverbrennungen, die Millionen Menschen das Leben kosteten.

Wenn der Münchner Erzbischof das Wort „christlich“ nicht als beliebiges „Adjektiv“ versteht, sondern auf Christus zurückführt, dann muss er sich in erster Linie selbst fragen, ob seinesgleichen noch christlich sind. Bei einem ehrlichen Blick auf das Leben Jesu, so wie es in den Evangelien geschildert ist, müsste er erkennen, dass davon leider keine Rede sein kann.

Umso peinlicher wirkt es, wenn er von der CDU nicht nur ein „christliches Glaubensbekenntnis“, sondern gar noch ein „Bekenntnis zur Kirche“ erwartet. Die Regierungspartei als Kirchenpartei? Eigentlich ist Deutschland gerade dabei, sich von der Vorstellung einer Staatskirche zu lösen, was ja auch das Grundgesetz befiehlt. Wer sich die blutige Geschichte der Organisation vergegenwärtigt, die der Bischof für die deutsche Politik empfiehlt, dem könnte angst und bange werden.

Quelle: universelles-leben.org

nach oben Druckversion
Advertisements