Christus oder Kirche

Hört, ihr Bischöfe! Das Spiel ist aus! Hört auf, euch "christlich" zu nennen!

Kirchen-„Enteignungen“? Ein historischer Schwindel

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Verfasst von: derfreiebuerger | 4. September 2013

Kirchen-”Enteignungen”? Ein historischer Schwindel!

“Enteignung der Kirchen: Entschädigungen bis in alle Ewigkeit” – unter diesem Titel greift die Frankfurter Allgemeine (3.9.13) http://bit.ly/18rkh3T das Thema “Staatsleistungen an die Kirchen” auf. Es ist zwar richtig, auf die Untätigkeit der Politiker fast aller Parteien hinzuweisen, die sich seit nahezu 100 Jahren weigern, diese Zahlungen zu beenden, wie es die Verfassung fordert. Doch auch die FAZ geht einem historischen Schwindel auf den Leim, wenn sie davon spricht, dass im Jahre 1803 die Kirchen “enteignet” worden seien. Der Politiologe Dr. Carsten Frerk hat in seinem Buch “Violettbuch Kirchenfinanzen” längst nachgewiesen, dass davon keine Rede sein kann. Die Wahrheit ist: Die Kirchen wurden in den sogenannten “Füstbistümern” nicht “enteignet.” Es wurden lediglich alte Reichslehen wieder eingezogen, die das deutsche Reich Jahrhunderte zuvor an die Kirchen “verliehen” hatte. Das war also Reichsgut, nicht Kirchengut! Und von “Entschädigungen” war auch keine Rede. Es wurde lediglich zugesichert, dass die betroffenen Fürstbischöfe (und nur die!) bis an an ihr Lebensende (und nur bis dahin!) eine Art Leibrente erhalten sollten. Das war`s. Dennoch geistert die Rede von “Enteignungen” und “Entschädigungen” seit 200 Jahren durch die Gegend und vernebelt leider auch den Verstand zahlreicher Politiker und Journalisten – ein Ergebnis der beispiellosen Durchtriebenheit und Rosstäuscherei der Kirchendiplomaten seit jeher. Dabei wäre die Lösung so einfach: Die Staatsleistungen einfach ersatzlos streichen! Das gilt übrigens auch für andere Subventionen des Staates an die deutschen Kirchen – insgesamt rund 15 Milliarden Euro pro Jahr: http://www.kirchen-einsparen.de. Da sind die knapp 50 Milliarden der öffentlichen Hand für öffentliche kirchliche  Sozialeinrichtungen noch gar nicht mitgerechnet. Denn die bezahlt der Steuerzahler auch noch zu fast 100 Prozent. Also, liebe Politiker: nur Mut! Die Null-Lösung ist die billigste – und sie ist längst überfällig!

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Written by Harald Wächter

4. September 2013 um 21:22

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